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Bericht Challenge Roth

TRIATHLON LANGDISTANZ |  VERANSTALTUNGSORT: ROTH  |  DATUM: 20.07.2014  |  BERICHT/FOTOS: VERDIANZ WOLFRAM

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Challenge Roth 2014

 

Unser mixed Team von ASKÖ Tri-Team  Judenburg (Martin Wallner), Atus Judenburg (Elke Prutti, Matthias Cusumano)  und X-Trim ASKÖ Zeltweg  (Matthias Ehgartner, Gernot Merkswohl und Wolfram Verdianz) erlebte  gemeinsam diese einzigartige  Langdistanz

 

 

„Maximum Pain“ war dieses Mal in  Roth angesagt . . .

(Schade dass du, Heimo unser Team kurzfristig verlassen  musstest, aber Gesundheit geht vor)

 

 

Mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen sind angereist:

 

  • Matthias C.: „Roth noch einmal erleben“– bereits 6. Start hier!!! Crazy !(Bestzeit: 9:40Std)
  • Martin und Matthias E.:  genaue Durchgangszeitenplanung für die Fans
  • Gernot, unser Rookie:  „unter 12Std, sonst mach ich Podersdorf zusätzlich“
  • Wolfram: „Roth gut finishen , so um die  10:30 bis 10:40 Std . . . „ also bescheiden . . .
  • Elke: „den Solarer Berg live erleben“
  • große Show mitbekommen galt wohl für alle als Ziel

 

Die zum Teil gemeinsamen Trainingseinheiten in der Vorbereitung haben uns sehr motiviert und zum Träumen verleitet, bis beim letzten Treffen Matthias C. verriet:

„Roth ist nicht leicht . . . (!)“

 

Alle, die gesagt haben, Roth ist einzigartig und phantastisch, haben nicht zu viel versprochen.

 

Mit größten Einsatz der Organisation und Helfer wurde extreme  Spannung aufgebaut.

Im Mittelpunkt  natürlich der „Solarer Berg“ und so viel vorab:

frenetische 40.000 (!!) Einpeitscher auf ca. 500m, wo du 50cm Platz hast zum Durchfahren !

 

. . . wenn  Barcelona gegen Real spielt, ist dagegen Friedhofstimmung!!

 

Mittendrin genug Platz für Gags seitens der Organisatoren, die keinen Aufwand scheuten, damit das 30Jahre - Jubiläum von Roth für Triathleten und Zuschauer unvergesslich bleibt.

 

Eine ganze Stadt, ach was, halb Franken stand mit Feuereifer hinter dem Bewerb.

So wurde für die Athleten im Kanal das doch sehr warme Wasser vom Feuerwehrboot aus filmreif vor jedem Wellenstart mit weiten Wasserfontainen „gekühlt“, damit Neo erlaubt bleibt.

 

Eine mobile Toilette (3- Rad mit Kloschüssel)sollte den Athleten sozusagen die wertvolle Wettkampfzeit retten . . .  und einiges mehr.

 

Das Service in den Wechselzonen war genial. Man wurde aus- und angezogen, eingecremt, abgefüttert und mit Applaus auf die Strecke geschickt.

 

 

Nun zum 20.Juli „unserem Tag“ !

 

Wellenstarts beim Schwimmen im Main – Donaukanal.

 

So richtig verschwimmen konnte man sich nicht è Vorteil für die „Kurvenschwimmer“.

 

Matthias C. ist als erster dran, dann Elke, Martin usw.

Martin und Matthias C. „legen vor“: Martin in „moderaten“ 57min und Matthias in 1:02 Std, auch noch vorsichtig.

 

Unserer Schwimmrakete Matthias E. ist’s leider nicht ganz aufgegangen: nur 1:12 Std.

 

Elke gut in 1:19 Std, Ich in 1:13 Std und Gernot finishte in 1:23 Std das Schwimmen.

 

Wechselzone I:

 

Bereits hier spielten sich erste Dramen ab:

 

Matthias C.  eilt aus dem Wasser, wechselt schnell, d.h. gibt den Neo und die Haube (mit seiner Startnummer 471!) ins roter Sackerl und voller Anspannung ab zum Rad mit der Nummer 714!!!

 

Des Radl is nit do! Wo is jetz mei Radl??!! Leichte  Verzweiflung! Ein Helfer kommt und merkt den Stress von Matthias. Natürlichste Frage: Wos denn für a Startnummer? Das ist nicht wirklich hilfreich, weil in der Eile die richtige Nummer ausgraben . .. ?

 

Dann gute Frage: Wie schaut denn dein Rad aus?

Matthias:  jo so in gold mit einer Scheibn!

Das war das Stichwort!  Nur wenige Triathlonmaschinen sind so ausdruckstark hergerichtet und der Helfer sieht es zum Glück sehr schnell und der Bewerb kann weitergehen.

 

Elke hingegen nimmt nach dem Wasserausstieg das Sackerl der Nachbarin – die Schnüre sahen gleich aus . . .  Mit den anderen Sachen konnte sie nicht richtig „warm“ werden.  Zurück das Sackerl im Sprint und mit den eigenen Sachen retour und weiter gehts!

 

 

Rad, 1. Runde

 

Runde 1 verlief für alle ziemlich flott. Aufpassen beim „Friedhofsberg“ war angesagt: steil, lang „ausgiebig“!

 

Dann das Highlight, welches nur noch durch den Zieleinlauf getoppt wird, der Solarer Berg!

 

Irrsinnig, was sich da abspielt! Menschenmassen, die dich frenetisch anpeitschen, ist ein Hilfsausdruck für das, was sich dort auf 500m Länge abspielt.  Schon unten beim Hineinfahren kribbelt es gewaltig und der Blick nach oben , wo  keine seitlichen Absperrungen mehr sind und die Fans dich in einer Masse der Begeisterung aufnehmen und weiter hinauftreiben, lässt dir den Schauer über den Rücken gleiten - Gänsehaut inklusive! Jedem  Athleten ist Adrenalin pur anzusehen! Speziell in der ersten Radrunde kommst du oben leicht betäubt und ausgeflippt an, bis du dann wieder mit dir alleine bist . . . – starke Spannung!

 

 

2. Radrunde:

 

Es wird extrem heiß – 35 Grad im Schatten (gefühlte 50 Grad in der Sonne).

 

Die ersten Anzeichen späterer Dramen beginnen – Krämpfe!

 

Ich bringe meine Krämpfe durch Wasserkühlung und Tempodrosselung in den Griff.

 

Ganz schlimm erwischt es Martin: er muss zu Fuß den Solarer Berg hinauf!

 

Bestzeit legt Matthias E. mit knapp über 5 Std hin, Wahnsinn bei dieser Hitze.

 

Elke stellt das Essen ab Kilometer 100 ein und ist nur noch mit Wasser und Iso unterwegs. Die Rettung erfolgt mit einem Cola Wassergemisch am Solarer Berg

 

Mein erster Sturz + Patschen bei einer Langdistanz:

 

Ich hatte keine Chance:

 . . . letztes S hinunter, links außen will sich einer vorbeizwängen, stößt mich nach innen, wo auch kein Platz ist – er fährt durch, ich bremse voll  aber mit einem Gegenschlenker lande ich am Randstein und schon kracht es. Glück: nichts gebrochen am Rad  bzw. mir. Ein bisschen war die Luft draußen.  Aber ich konnte weiter machen – ein paar Kratzer und „Druckstellen“ reicher!

 

 

Laufen:

 

Hier zeigt sich die „Opferbereitschaft“ unserer eingeschworenen Truppe.

 

Die Laufstrecke ist ja in zwei „Endlosschleifen“ angelegt. Und diese Endlosschleifen setzten sich aus „Endlosgeraden“  zusammen, wo du sicher sein konntest, dass es nach der nächsten Kurve wieder ewig weitergeht. . . .

 

Fast allen ging es zumindest ein bisschen „dreckig“:

 

Matthias E. besorgte sich durch die ständige Wasserkühlung (bereits auf dem Rad) Blasen an jeder erdenklichen Stelle an den Füßen. Sein Magen hatte auch eigene Vorstellungen von Ernährung.

Auch an den „Junkiewald“ (Insider) konnte er sich nicht erinnern. Gerüchten zufolge hat er dort aber ein besonderes Cookie bekommen, welches ihm tolle Bilder von Booten mit Balkonen einbrachte. . .

 

Martin ist auf Grund der Krämpfe zeitweilig „gestanden“.

 

Für mich war ein ständiger Zyklus aus Laufen bis die Krämpfe kommen – stehen bleiben – Massieren – gehen und wieder Laufen bis  . . . das „Ritual“. So alle 500m . . .

 

Musik und Hühnersuppe hielten Elke am Leben, die sich im Schneckentempo aber stets laufend dahinbewegte.

 

Gernot leidet auch mit dem Magen! Schwindelgefühle zwingen zu Temporeduktion. Gels weggeben . . . Trockenkeks und Salz in Wasser sind die Lösung für die Probleme.

 

Und richtig „glücklich“ hat Matthias C. auch nicht ausgeschaut . . .

 

Egal, wie es dem einen oder anderen gegangen ist:

 

Dann im  Ziel:

Freude, Erleichterung,  Abklatschen und die Riesenstimmung und den Applaus genießen!!!

 

Was willst du mehr!?

Unsere Finisherzeiten sollen nicht fehlen:

 

Matthias Ehgartner:        10:24:58              

Matthias Cusumano:       10:37:55              

Martin Wallner:             11:39:00              

Wolfram Verdianz:         11:59:02              

Elke Prutti:                  12:15:00

Gernot Merkswohl:        12:15:1

 

Auch unsere lieben Betreuer waren sehr geschlaucht!  Den ganzen Tag auf den Beinen! Die weiten Distanzen zwischen den Wechselzonen, Hotspots und die riesigen Menschenmengen und sehr ungewissen Durchgangszeiten von uns Athleten bedeuteten ziemlichen Stress und totale Müdigkeit am Abend.

 

Resumee:  Roth ist die größte Langdistanz !

 

 

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